Fragen und Antworten zur Fusion

Hier finden Sie Antworten auf aktuelle Fragen zur Fusion

Entscheidend für eine Verschmelzung sind die Argumente, die dafür sprechen, der richtige Zeitpunkt und dass ein passender Partner zur Verfügung steht. Alle drei Bedingungen treffen auf unser Vorhaben zu. Bei den Sondierungen wurde Einvernehmen über die Ziele für eine Fusion erzielt. Außerdem zeigte sich menschlich und kulturell eine gute Basis für die Zusammenarbeit.

Lesen Sie hier die Einzelheiten.

Aus welchen Gründen haben sich beide Banken für die Fusion entschieden?

Die Fusion dient der bestmöglichen Erfüllung unseres Förderauftrags für die Mitglieder und Kunden.

Für ein Marktgebiet mit einem Durchmesser bis zu 180 km und vielen ländlichen Räumen sowie den Herausforderungen einer rückläufigen Einwohnerzahl sollen durch die Verschmelzung dauerhaft tragfähige Strukturen für qualitativ hochwertige Finanzdienstleitungen geschaffen werden.

Mit insgesamt 38.000 Kunden, 6.600 Mitgliedern und 160 Mitarbeitern wird die gemeinsame Bank ein beachtliches Gewicht für die Region auf die Waagschale bringen können.

Welche Ziele sollen mit der Fusion erreicht werden?

Die Fusion ist die Antwort auf zentrale Herausforderungen für die Bankenbranche.

Die Niedrigzinsphase wird auf absehbare Zeit unsere Erträge belasten. Hinzu kommen ständig wachsende Kosten durch die anhaltende Regulierungswelle. Gleichzeitig erfordert die Entwicklung im Markt, integrierte Angebote für Online- und Vor-Ort-Dienstleistungen zu schaffen.

Wir wollen im digitalen Zeitalter genossenschaftliche Kundenerlebnisse über alle Kanäle hinweg schaffen. Für die erforderlichen Investitionen und Qualifizierungsmaßnahmen schafft die Fusion deutlich bessere Voraussetzungen.

Weitere positive Effekte erwarten wir durch mehr Spezialisierung und Effizienz in einem größeren Haus. Das gilt sowohl für die Kundenberatung in Bedarfsfeldern wie Immobilienfinanzierung und Altersvorsorge als auch unsere internen Bereiche.

Wir sehen uns als Genossenschaftsbank aus der Region für die Region. Mit Mitarbeitern von hier für die Kunden von hier. Mit dem Namen Volksbank Anhalt-Elsterland eG wird der Charakter als Flächenbank für ein ebenso weitläufiges wie vielfältiges Marktgebiet unterstrichen. Mittelständisch – bodenständig – selbstständig: Diesem Dreiklang fühlen wir uns verpflichtet.

Gibt es bei den Fusionspartnern wirtschaftliche Zwänge für die Fusion?

Nein. Wir sehen uns als Zukunftsgemeinschaft und wollen gemeinsam die vor uns liegenden Aufgaben besser bewältigen, als dies dem einzelnen Partner möglich wäre.

Bilanziell sind beide Häuser risikoarm aufgestellt. Davon profitieren auch die Kunden bei ihren eigenen Anlage- und Finanzierungsdispositionen.

Unser genossenschaftlicher Prüfungsverband muss im gesetzlich vorgeschriebenen Verschmelzungsgutachten durch sein Gütesiegel die Sinnhaftigkeit der Fusion bestätigen.

Was bedeutet die Fusion für die Präsenz in der Region?

Die Nähe zu unseren Mitgliedern und Kunden bleibt uns ein zentrales Anliegen, denn sie ist unser wichtigster Erfolgsfaktor. Deshalb werden auch alle Kunden beider Häuser ihre Ansprechpartner an den bekannten Standorten behalten.

Im Vorstand werden regionale Verantwortlichkeiten geschaffen, inkl. Präsenz an einzelnen Standorten.

Wird einer der beiden Partner die gemeinsame Bank dominieren?

Nein! Es wird eine Fusion auf Augenhöhe sein. Das signalisiert schon der Name Volksbank Anhalt-Elsterland eG.

Aus Gründen einer optimalen steuerlichen Gestaltung der Verschmelzung wird die Volksbank Dessau-Anhalt eG aufnehmendes Institut sein. Die Fusionspartner passen mit ihren Tätigkeitsschwerpunkten und Kompetenzen wirtschaftlich gut zusammen.

Die Besetzung der Organe soll personell ausgewogen die unterschiedlichen Regionen und Teilmärkte beider Häuser widerspiegeln. Für den Aufsichtsrat ist die Beibehaltung der bisherigen Gesamt-Kopfzahl geplant. Auch alle Vorstände werden nach Eintragung der Fusion das gemeinsame Leitungsgremium bilden.

Für alle Stellenbesetzungen gilt: Qualifikation zählt, nicht Herkunft.

Wie sehen die weiteren Schritte bis zur Fusion aus?

Der Verschmelzungsvertrag wird alle relevanten Themen rechtssicher regeln. Der Entwurf soll im Laufe des ersten Quartals 2018 vorliegen.

Rechtzeitig für die voraussichtlich am 27. und 28. Juni stattfindenden beschlussfassenden Versammlungen wird auch das gesetzlich vorgeschriebene Verschmelzungsgutachten des genossenschaftlichen Prüfungsverbands vorliegen.

Die technische Fusion soll in Zusammenarbeit mit der genossenschaftlichen Rechenzentrale am 13. Oktober erfolgen.

Mit der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags wurde die Basis geschaffen, um die Fusion mit einer praktischen Zusammenarbeit vorzubereiten.